Sitten und Riten

Zwischen den einzelnen Clans der Ulgoelan gibt es viele Unterschiede in den einzelnen Handlungen des Tages und allgemeinen Riten. Aber vieles gilt doch für alle Clans:

  • Das Gastrecht ist heilig und darf zwei Tage lang ausgenutzt werdne, allerdings nur gilt dies nur für Menschen, die als würdig angesehen werden. Kinder und Alte werden immer als würdig betrachtet, Frauen meistens, Männer müssen einen guten Grund angeben, warum sie das Gastrecht beanspruchen.
  • Ein Lob kann Unheil über den gelobten bringen, weil die Geister neidisch werden, daher wird man wenig Lob erleben.
  • Niemand geht ohne Kopfbedeckung. Je nach Clan kann die Farbe und Form variieren. Auch wann ein Mundschutz auf fast allen Wanderungen durch die Wüste getragen wird, bleibt bei einigen Clans der Schleier entweder bei Männern oder Frauen beständig vor dem Gesicht.
  • Einem Bettler die Hand zu schütteln, bringt Glück.
  • Die Ulgoelan wirken sehr ernst und humorlos. Aber sie feiern dennoch gerne. Wenn sich zwei Clans treffen, gibt es regelmäßig wettkämpfe (Laufen, Ringen, Speerwurf, Axtwurf und einige psionische Wettkämpfe). Gefolgt werden diese Spiele von gemeinschaftlichem Essen, Austausch von Neuigkeiten und evtl. der Anbahnung von Ehen. Diese Feste gehen meist bis spät in die Nacht, wenn die Kinder endgültig zu Bett gebracht werden müssen.
  • Mädchen und Jungen erhalten rituelle Narben an Armen oder im Gesicht an dem Tag, an dem sie zu Erwachsenen werden. Um in diesen wichtigen Schritt vollziehen zu können, müssen die jungen Leute beweisen, dass sie drei Tage alleine in der Wüste überleben können und den Clan wiederfinden. Sobald sie zurückkehren (nach mindestens drei Tagen), findet ein Fest statt, bei dem mit heißen Messern die Narben zugefügt werden, die von Stamm zu Stamm unterschiedlich sind.
  • Für gewöhnlich versuchen Ulgoelan für eine Geburt eine Oase zu erreichen. Da dies aber nicht immer möglich ist, lernen alle Ulgoelan, ein wenig Geburtshilfe.
  • Die Hauptwaffen der Ulgoelan sind Speer, Bastardaxt - das Qurai, der Dolch und die Schleuder. Das Qurai erhält jeder männliche Ulgoelan, sobald er es selber gut tragen kann. Der Axtkopf wird dabei über die Generationen vererbt und immer weiter verziert. Wird in Kämpfen zwischen Ulgoelan ein Axtkopf erbeutet, wird dieser normalerweise über befreundete Clans an den anderen Clan zurückgegeben. Viele geschichten der Nomaden bereichten nämlich von langen Suchen von Clanmitgliedern nach diesen traditionellen Stücken, was bis hin zu lang andauernden Fehden führen kann.
  • Alle Ulgoelan, selbst die Oasenbewohner, besitzen ein Kzil genanntes Tragegestell, dass jedem Ulgoelan angepasst wird und immer mitwächst. Sobald ein Kind alleine in der Wüste läuft, wird ein Kzil gebaut.
  • Wird bei einem Ulgoelanjugendlichen festgestellt, dass es über psifähigkeiten verfügt, beschmieren sich die Familienmitglieder des Jugendlichen mit Kohle Handrücken und Gesicht und machen sich auf in Richtung des Psionikerturms. Jeden Abend meditieren die Familienmitglieder gemeinsam und versuchen die Psioniker des Turms zu erreichen. Es ist sehr selten, dass eine solche Gruppe besonders weit wandern muß, meist nicht mehr als drei Tage. Dann erscheint einer der Psioniker in ihrer Nähe und beginnt mit einer rudimentären Ausbildung des Jugendlichen, die zwei Wochen andauert. In den folgenden Jahren lernt der Ulgoelan jeden Abend entweder von Clanmitgliedern oder von Psionikern aus dem Turm etwas über seine Fähigkeiten. Es besteht eine lange Tradition der Hilfe zwischen den Psionikern und den Ulgoelan. Der Turm selbst gleicht der Ulgoelan-Architektur, die sich immer wieder unter den Dünen findet.
  • Die Ulgoelan halten sich Ziegen, die ihnen sogar durch die Wüste folgen, deren Haare sie zusammen mit ihren eigenen zu stoffen weben. Mit Steinen und dem Rücken der Äxte bearbeiten sie dazu edle Metalle und sticken es in die Stoffe. Muster und Schmuck wird von beiden Geschlechtern getragen und kennzeichnet so die Mitglieder der einzelnen Clans als Clanmitglieder.
  • Da die Haare von Männern und Frauen immer wieder abgeschnitten werden, um sie für Webprodukte verwenden zu können, gibt es nicht viel, was sie als Haartracht entwickeln konnten. Allerdings wird beim Haarescheren immer eine münzgroße Stelle auf der rechten Seite des Kopfes ausgespaart, so dass ein immer längerer Zopf entsteht.
  • Da sie viel laufen und das Gewicht auf den Körper verteilen müssen, tragen die Ulgoelan viel Schmuck. Mehrere Ohrringe, Halsketten, Armreife und Gürtelschmuck. Allerdings werden die wertvollsten Stücke oft in Piercings am Bauch und Brust getragen. In der Küstennähe gibt es auch Armpiercings.
    Schmuck wird dabei auch gerne dazu verwendet, psionische Energie zu speichern.
  • Ein besonderes Schmuckstück ist dabei der Aschestern, ein Talisman aus gehärteter und polierter Asche, der besonders von den nördlichen Ulgoelan getragen wird. Er repräsentiert den Verlust, den die Ulgoelan durch den Krieg mit den Draachen erlitten haben.
  • In der Westulgoel besitzen dei meisten Ulgoelan Dünenreiter, eine Art Ski zum besseren Bewältigen der Dünen der großen Sandwüste.
  • Eine Methode, Wasser zu sammeln, besteht darin, kleine Mulden zu buddeln und sie mit einem besonderen Tuch zu bedecken. Über Nacht sammelt sich an der Unterseite dieses Tuches ein wenig Feuchtigkeit. Tuch und Mulde werden bei den Ulgoelan Drine.
  • Hat man erst einmal Wasser gesammtl, so werden sie in den Feuchtbehältern aufbewahrt. Diese sind speziell abgedichtete Behälter, die das Wasser sowohl vor Verdunstung schützen als auch kühl halten.
  • Eines der Hauptnahrungsmittel der Ulgoelan ist der Finsterpilze ein wüstenweit unterirdisch wachsender Pilz, der sogar roh gegessen wird und ungewürzt nach Pappe schmeckt, nur etwas schlechter.
  • Neben den religiösen Regeln folgen viele Ulgoelan der Hama-Reinheit, einer Philosphie, die bei den Hama-Ulgoelan entstanden ist. Unter anderem werden darin Mäßigung und Reinheit vor dem Kampf, sowie kontrollierte Lebensfreude nach dem Kampf postuliert.
  • Weibliche Namen beginnen meist mit Ta'
    Männliche Namen beginnen mit In', Ze' oder Je'
  • Die Ulgoelan betreten kein Gebäude in der Ulgoel. Dies lernen sie schon in ihrer Kindheit. Dies gilt für den Turm der Psioniker wie auch für jede Ruine. Es wäre ihr tot, da ein Fluch auf ihrem Volk liegt, der sie aus den Gebäuden vertrieben hat.

Das Orfinlir-Projekts

Weitere Seiten zur Fantasy-Welt Orfinlir findet ihr unter

  • Arumir: Ein Reich von Drachen regiert im Norden der Ulgoel.
  • Euth: Die Stadt der Stabritter.
  • Göttersuche: Ein paar Leute, die sich dafür interessieren, was mit den Göttern passiert ist.
  • Linen-Scherec: Mehr als 1000 Jahre vor dieser Zeit auf der anderen Seite des Kontinents.
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